wert-brenner Sachverständigenbüro Herbert Brenner
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Austausch sachlicher Argumente oder verbale Schlammschlachten

Das Thema "Mietpreisbremse" ist ganz offensichtlich ein "heißes" Thema. Nicht nur das. Mir scheint, dahinter verbergen sich wahre Klassenkämpfe. Der Nachholbedarf an sachlicher Aufklärung für eine sachgerechte Argumentation scheint immens zu sein.

 

Wenn ein Journalist in der örtlichen Presse nassforsch verbreitet: "Die Frühjahrstemperaturen steigen in diesem Monat noch stärker als die Mieten", verbleibt festzuhalten, dass das Thema völlig sach- und fachfern in die Medien gebracht und dort behandelt wurde. Ob die Verursacher dieser leidigen Diskussion nicht nur sich selbst, sondern insbesondere auch dem Mieter einen "Gefallen" getan haben, bleibt abzuwarten.

 

Die Fortsetzung in der verbalen Schlammschlcht zum Thema "Explosion der Mieten" bleibt natürlich nicht aus. So antwortet der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmer e-V. (BFW): (Zitate)

 

  • Wer das Auseinanderfallen von Mietspiegel- und Angebotsmieten zur Begründung der Mietpreisbremse heranzieht, hat keine Ahnung von der Entstehung der Mietspiegel und ihrer Funktion.
  • Die Politik riskiert die Erkenntnis, dass nicht die Angebotsmieten zu hoch, sondern die Mietspiegelmieten zu niedrig sind.
  • Es ist schon erstaunlich, dass die Institute, die gestern an der Erstellung der Mietspiegel beteiligt waren, uns heute sagen wollen, dass diese die Marktmiete nicht abbilden.

 

Dass der Stuttgart Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) möglicherweise keine Ahnung von der Erstellung und Funktion eines Mietspiegels hat, kann ja sein; ist aber kein "Beinbruch". Seine Bemerkung allerdings: " Er (Fritz Kuhn) verlasse sich weiter auf das Verantwortungsbewusstsein derjenigen Hausbesitzer, „denen eine angemessene Miete und ein gutes Verhältnis zu ihren Mietern wichtiger ist“, offenbart seine Gesinnung.

 

Wenn allerdings die Politik die Erkenntniss riskiert, dass möglicherweise die ausgewiesenen Mietspiegel zu niedrig sind, dann steht uns allerdings eine dauerhaft und mühsame Aufklärungsarbeit bevor.

 

In der Tat ist gerade auch der Stuttgarter "qualifizierte" Mietspiegel beanstandungsfähig.

 


 


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